Angelscheine

Angelschein und Angelerlaubnisse Deutschland

Allgemeine Information zum deutschen Angelschein

Der Begriff Angelschein ist an und für sich umgangssprachlich. Der rechtlich einwandfreie


Name lautet „Fischereischein“. Der anerkannte Fischereischein wird benötigt, um in Gewässern innerhalb Deutschlands angeln und fischen zu dürfen. Der Schein gilt als Erlaubnis zum Angeln und muss beim Fischen immer bei sich getragen werden. In der Regel werden die Fischereischeine von den Gemeinden oder Bezirksämtern ausgestellt. Bevor die Erlaubnis erteilt werden kann, muss eine

vorgeschriebene Prüfung, bei einer Fischereibehörde oder dem Landessportfischerverband, abgelegt werden. Jeder, der im Besitz eines Fischereischeines ist, hat die staatliche Angelprüfung absolviert.

Details zur Fischereischein-Prüfung
Der Lehrgang ist in einen praktischen und einen theoretischen Bereich eingeteilt. Die Prüfung wird schriftlich im Multiple Choise Verfahren abgelegt. Der Fischereischein gilt ein Leben lang, die Prüfung lohnt sich von daher auf jeden Fall. Zieht man in ein anderes Bundesland um, dann ist der Fischereischein dort selbstverständlich ebenfalls gültig, der Angelschein muss dort lediglich umgeschrieben werden. Die Teilnahme an Vorbereitungslehrgängen ist eine Zulassungsvoraussetzung für die Angelprüfung.

Im theoretischen Vorbereitungslehrgang müssen folgende Prüfungsgebiete enthalten sein:

- Fischkunde
- Rechtsvorschriften
- Fischhege, Pflege und Schutz der Fischgewässer
- Gewässerkunde
- Behandlung gefangener Fische, fischereiliche Praxis, Fanggeräte

Im praktischen Lehrgang lernen die Teilnehmer die Benutzung der Fanggeräte und die Behandlung der Fische. Normalerweise werden diese Grundlagen der Fischerei in den Vorbereitungslehrgängen innerhalb von 30 Lehreinheiten, je 60 Minuten, vermittelt.

Wer braucht den deutschen Angelschein?
Mit wenigen Ausnahmen braucht jeder diesen Angelschein. Eine Ausnahme stellen zum Beispiel Kinder unter 10 Jahren dar, die auch ohne Angelschein, in Begleitung eines erwachsenen Anglers fischen dürfen. Außerdem können Erwachsene zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern einen Touristen-Fischereischein erwerben. Der Touristen-Fischereischein ist 4 Wochen lang gültig. In Schleswig-Holstein existiert eine ähnliche Regelung, doch der Beantrager muss dort ein Tourist aus dem Ausland sein, darf also keinen deutschen Wohnsitz haben. In Niedersachsen gibt es kaum Vorschriften bezüglich der Fischerei. Das Fischereigesetz schreibt dort keinen Angelschein vor. Grundsätzlich darf dort in allen Gewässern gefischt werden. Zu den Gewässern zählt auch die Nordseeküste. Für das Fischen in Gewässern, die sich in Privatbesitz befinden, ist in ganz Deutschland kein Fischereischein notwenig. In diesem Fall ist die Genehmigung des Besitzers ausreichend.

Gewässerschein
Bei vielen deutschen Gewässern braucht der Angler einen weiteren Schein, der ihn berechtigt, in den ganz bestimmten Gewässern zu fischen. Dieser Berechtigungsschein wird Gewässerschein genannt. Die Inhaber des Fischereirechts dieser Gewässer stellen den Gewässerschein aus. Im Grunde genommen ist der Schein also eine Genehmigung, um in diesen Gewässern angeln und fischen zu dürfen. Wer allerdings Mitglied in einem Anglerverein ist, hat die Möglichkeit in allen Gewässern zu fischen, die vom Verein betreut werden. Für gewöhnlich gilt dies dann ebenfalls für die Gewässer, die Vereinen desselben Dachverbands angehören. In solchen Fällen wird also kein Gewässerschein benötigt. Über eventuelle Ausnahmen, genaue Regelungen und rechtliche Veränderungen informieren die Vereine selbst oder der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), als größter Dachverband mit 7000 Mitgliedsvereinen.

Die österreichische Fischerkarte

Die Gesetze in den verschiedenen Bundesländern sind ähnlich. Im letzten Absatz befindet sich eine Zusammenfassung für das jeweilige Bundesland. Nahezu überall in Österreich besagt das Gesetz, dass lediglich die Personen Fischfang ausüben dürfen, die eine Fischerkarte besitzen. Das neue Gesetz besteht seit Anfang 2009. Explizit nennt es die Teilnahme an einem Fischerkurs, den Erwerb einer Fischerkarte und das Absolvieren der Fischerprüfung als Bedingung, um in Österreich, mit wenigen Ausnahmen, fischen und angeln zu dürfen.

Das Mindestalter der Personen, die die Fischerprüfung ablegen dürfen, schwankt stark von Bundesland zu Bundesland (siehe Zusammenfassung im letzten Absatz). In Oberösterreich dürfen ausschließlich die Personen die Fischerprüfung ablegen, die am Tag der Prüfung mindestens 12 Jahre alt sind. Nachdem man sich für den Fischerkurs angemeldet hat, erhält man als Teilnehmer/-in den sogenannten Leitfaden der Angelfischerei und Fischkunde. Dieser Leitfaden stellt das Lernmittel dar und dient darüber hinaus als ein Nachschlagewerk. Außerdem beinhaltet dieses Lernmaterial auch den Fragekatalog mit Prüfungsfragen und praktisches Nachschlagematerial über heimische Fischarten.

Was wird zur Anmeldung benötigt?

Zunächst ist ein Anmeldeformblatt notwendig, welches man bei den unterschiedlichen Revieren oder aber im Internet zum Downloaden erhält. Selbstverständlich wird ein gültiger Lichtbildausweis benötigt. Dieser Personalausweis oder Reisepass dient der Identifizierung der angemeldeten Person und der exakten Schreibweise von Namen und Familienname. In manchen Fällen kann auch die Geburtsurkunde als Identitätsnachweis dienen. Letztendlich ist auch ein Passfoto mit den Maßen 35mm x 45mm notwendig, das nicht älter als sechs Monate sein sollte.

Für genauere Informationen ist es ratsam, sich an das jeweilige Fischereirevier oder den zuständigen Fischereiverband des Bundeslandes zu wenden. Die Kosten für Kursunterlagen, Unterweisung, Gebühren, Prüfung und Fischerkarte liegen ungefähr bei 100 Euro.

Information und Zusammenfassung der unterschiedlichen Bundesländer

  • Oberösterreich (OÖ)

-          Teilnahmealter: Ab dem 12. Lebensjahr
-          Gültigkeit der Fischerkarte: unbegrenzt
-          Unterweisung ist in jedem Fall erforderlich
-          Die Fischerprüfung erfolgt nach der Unterweisung
-          Aussteller der Fischerkarte: Bezirksverwaltungsbehörde

  • Salzburg

-          Teilnahmealter: Ab dem 12. Lebensjahr
-          Gültigkeit der Fischerkarte: 1 Jahr
-          Unterweisung ist in jedem Fall erforderlich
-          Fischerprüfung ist erforderlich
-          Aussteller der Fischerkarte: Landesfischereiverband Salzburg

  • Niederösterreich (NÖ)

-          Teilnahmealter: Ab dem 10. Lebensjahr
-          Gültigkeit der Fischerkarte: 1 Jahr
-          Vorbereitungskurs von 4 Stunden erforderlich
-          Fischerprüfung ist erforderlich
-          Aussteller der Fischerkarte: Revier, Fischerei oder Verband

  • Wien

-          Teilnahmealter: Ab dem 14. Lebensjahr
-          Gültigkeit der Fischerkarte: 1 beziehungsweise 3 Jahre
-          Unterweisung nicht erforderlich
-          Fischerprüfung ist nicht erforderlich
-          Aussteller der Fischerkarte: Wiener Fischereiausschuss

  • Kärnten

-          Teilnahmealter: Ab dem 15. Lebensjahr
-          Gültigkeit der Fischerkarte: 1 Jahr
-          Mindestens 8 Stunden Unterweisung erforderlich
-          Fischerprüfung ist erforderlich
-          Aussteller der Fischerkarte: Bezirksverwaltungsbehörde

  • Steiermark

-          Teilnahmealter: Ab dem 14. Lebensjahr
-          Gültigkeit der Fischerkarte: 1 Jahr
-          Unterweisung ist erforderlich
-          Fischerprüfung ist erforderlich
-          Aussteller der Fischerkarte: Bezirksverwaltungsbehörde

  • Burgenland

-          Teilnahmealter: Ab dem 18. Lebensjahr oder Zustimmung der Eltern
-          Gültigkeit der Fischerkarte: 1 Jahr oder 3 Jahre
-          Keine Unterweisung erforderlich
-          Fischerprüfung ist nicht erforderlich
-          Aussteller der Fischerkarte: Bezirksverwaltungsbehörde

  • Vorarlberg

-          Teilnahmealter: Ab dem 17. Lebensjahr
-          Gültigkeit der Fischerkarte: vereinsabhängig
-          Unterweisung erforderlich
-          Fischerprüfung ist erforderlich
-          Ausnahme ist die 14 Tage gültige Angelkarte
-          Aussteller der Fischerkarte: Interessenvertreter

  • Tirol

-          Teilnahmealter: Ab 14. Lebensjahr
-          Gültigkeit der Fischerkarte: 1 Jahr
-          Unterweisung erforderlich
-          Fischerprüfung erforderlich
-          Aussteller der Fischerkarte: Bezirksverwaltungsbehörde

Schweizer Sportfischer Brevet – SaNa-Ausweis

Der Schweizer Angelschein ist der sogenannte SaNa-Ausweis, der seit 2009 überall in der Schweiz erforderlich ist. Jeder, der noch nicht den Schweizer Sportfischer Brevet absolvieren konnte, muss, um den Ausweis zu erhalten, einen SaNa-Kurs machen. Für den Kurs gibt es umfangreiches Kursmaterial als Buch, aber auch als PDF-Files im Internet zum Runterladen. Der gesamte Kurs ist hervorragend geplant und stellt einen sehr guten Einstieg zum Angeln und fischen dar. Mit einem Schweizer Sportfischer Brevet, der in jedem Kanton anerkannt ist, lässt sich der SaNa-Kurs abschliessen.

Stetig aktuelle Auflagen des Lernmaterials – Immer auf dem neuesten Stand

Das Kursmaterial wird immer wieder überarbeitet. Der Bund gibt hierfür Vorgaben, ebenso werden neue tierschutzrelevante Begebenheiten ständig berücksichtigt. Das Kursbuch Schweizer Sportfischer Brevets dient dem Selbststudium. Ein Fragekatalog ist ebenfalls Teil des Kursmaterials und beinhaltet 140 Fragen.

Nachdem das Lernmaterial ausgiebig studiert wurde, kann man sich für den SaNa-Kurs anmelden. Dies ist möglich bei www.sportfischer-brevet.ch und bei www.anglerausbildung.ch. Im Bereich der Erfolgskontrolle, also des Tests, soll ein Auszug mit 70 unterschiedlichen Fragen beantwortet werden. Jeder, der mindestens 55 Fragen mit der richtigen Antwort beantworten kann, bekommt den SaNa-Ausweis und zudem das Brevet-Abzeichen aus Stoff.

Angelschein Schweiz – Kurs

Ein Standardkurs kostet für gewöhnlich 15 Franken und beinhaltet drei Stunden Lehrgang und die Erfolgskontrolle. Allerdings existieren auch Kurse mit mehreren Teilen und sogar mit Praxisausbildung, die selbstverständlich mehr kosten aber dafür wesentlich ausführlicher sind. Aus diesem Grund sind der Lernmittelpreis und die Kurskosten voneinander getrennt anzusehen.

Die benötigten Lernmittel kosten ca. 60 Franken. Folgendes ist inbegriffen:

  • SaNa-Ausweis
  • Schweizer Sportfischer Brevet-Stoffabzeichen
  • 126-seitige Lernbroschüre
  • Erfolgskontrolle und Auswertung

Lernmittel kaufen

Die Lernmittel gibt es als Buch zu kaufen. Viele Büchergeschäfte führen das „Schweizer Sportfischer Brevet Buch“. Am besten ist, man erkundigt sich direkt im Laden oder Onlineshop. Wenn das Buch nicht auf Lager ist, kann es bestellt werden.

Die andere Möglichkeit ist, das Buch als PDF-File herunterzuladen. Manchmal gibt es auf diese Art und Weise sogar einen Sonderbonus kostenlos dazu, wie zum Beispiel Online-Trainingseinheiten.

Wie wichtig ist der Schweizer Sportfischer Brevet

Das Lernmaterial ist sehr gut. Es gab bestimmt noch niemanden, der den Kurs absolviert hat und sagen muss, dass er dabei nichts gelernt hat. Der SaNa-Ausweis ist also nicht nur notwendig, sondern der Weg dorthin, also der Kurs ist überaus lehrreich. Nur wenn man den Lebensraum, das Verhalten und biologische Besonderheiten von Fischen kennt, kann man tierschutzgerecht und mit viel mehr Erfolg angeln.

Die Nachbarländer Österreich und Deutschland akzeptieren ebenfalls den SaNa-Ausweis, der auf dem Wissen des Schweizer Sportfischer Brevets beruht.

Angelschein Schweiz – Die unterschiedlichen Kantone

In den verschiedenen Kantonen gibt es unterschiedliche Fischereiberechtigungen. Zum Beispiel: Jahres-, Monats-, Wochen- und Tagespatente, Angelkarten, Jugendpatente, Freiangelrechte und andere. Aus diesem Grund ist für viele nicht gleich ersichtlich, was sie genau im jeweiligen Kanton tun müssen.

Grundsätzlich unterscheidet man:

  • Kurzzeit-Patente, deren Gültigkeit lediglich bis zu einem Monat beträgt.
  • Personen, die schon vor einer neuen Gesetzgebung einen gültigen kantonalen Ausweis besitzen oder besaßen.
  • Jeder, der den Schweizer Sportfischer Brevet mit Erfolg bestanden hat.

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